Winterzeit ist Einbruchzeit, auch 2017 wieder…

Deutschland 2017. Seit dem Jahr 2000 steigen die Fallzahlen von Wohnungseinbrüchen stetig und erleben zum Ende 2016 ihren Höhepunkt.
Das hat verscheidene Gründe. Zum einen gesellschaftliche, zum anderen ganz praktische und technische.
Worauf sollten Sie also achten und wie können Sie sich schützen. Gerade zur Winterzeit.

Ursachen steigender Einbruchszahlen allgemein

Die gesellschaftlichen Ursachen für steigende Einbruchszahlen liegen in 2 großen Faktoren begründet. Zum einen ist, durch den Wegfall steter Grenzkontrollen begünstigt, die unerkannte Ein- und Ausreise für ausländische Diebesbanden fast uneingeschränkt möglich. Zum anderen ist der Schmuggel mit Betäubungsmitteln noch nie so einfach gewesen wie bisher. Dies ist direkte Ursache dafür, dass die Zahl der Abhängigen, welche sich Drogen besorgen müssen, unglaublich gestiegen ist. Und das birgt den zweiten gesellschaftlichen Hintergrund für steigende Einbruchszahlen. Die Beschaffungskriminalität.

Warum ist gerade die Winterzeit bevorzugte Einbruchszeit?

Für die Winterzeit als Zeitraum mit besonderem Schwerpunkt auf Wohnungseinbrüche, gibt es einen banalen und einen komplexen Grund.
Der einfachste aller Gründe sind die Sichtverhaltnisse.
Grundsätzlich wird dann eingebrochen, wenn niemand den Einbruch erkennen kann. Auch gerade da die Einbruchschutzmaßnahmen stetig besser weredn und Einbrecher mehr Zeit benötigen als früher in der diese unerkannt bleiben wollen. Das setzt also in der Regel voraus, dass zum Zeitpunkt des Einbruches niemand Zuhause ist. ( Also nicht automatisch in der Nacht, vielmehr in den Morgenstunden, wenn die Bewohner ihrer Arbeit nachgehen). Das lässt sich mit vorherigem Klingeln oder Anrufen ausloten. Und dass möglichst niemand der Nachbarn Einblick hat. Im Winter sind die Sichtverhaltnisse durch längere Dunkelheit und Schneefall schlecht. Auch am Tag. Das bietet den Einbrechern also gefühlte und tatsächliche Sicherheit für Ihr Handeln.

Ein weiterer, komplexerer Grund sind soziale Netzwerke. Gerade in der Winterzeit fliegen viele Deutsche in wärmere Regionen oder fahren in den Skiurlaub. Dort machen sie Urlaubsbilder mit digitalen Geräten, wie ihrem Mobiltelefon, einer Digitalkamera oder einem Tablet. Bei der Aufnahme dieser Bilder werden Bildeigenschaften erstellt, welche nach Einstellen und Hochladen in ein soziales Netzwerk mitgegeben werden. Unter anderem GPS-Daten vom Standort des digitalen Aufnahmegerätes beim Fotografieren und die Uhrzeit der Erstellung. Nun kann man sich ausrechnen, dass beispielsweise ein vor 4 Stunden auf den Malediven aufgenommenen Bild aussagt, dass die Bewohner in den nächsten Stunden unmöglich Zuhause sein können. Auch das schafft den potentiellen Einbrechern ,,Handlungssicherheit“.

Was bleibt zu tun?

Sorgen Sie für qualitativ hochwertige Schlösser. ( Für Einbrecher muss es schnell gehen).
Sorgen Sie für ausreichend Licht. (Außenlampen mit Bewegungsmelder).
Gehen Sie sorgsam mit Ihren privaten Bildern um.

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